Reunion und Renaissance - Ökumene am Vorabend der Reformation

29.05.2017


Vortrag von PD Dr. Jörg Bölling um 19:30

 Im Jahr 2017 wird der 95 Thesen Martin Luthers von 1517 gedacht. Der Blick richtet sich meist auf die Grundlagen, Anfänge, Entwicklungen, Tendenzen und bleibenden Anliegen der Reformation. Bei aller Diversität und Differenzierung zwischen und innerhalb der verschiedenen Konfessionen wird wohl mehr denn je nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame hervorgehoben und zukunftsträchtig gefördert. Dabei spielt neben neuen Konzepten auch der vereinte Rekurs auf das geteilte, noch vorreformatorische Erbe eine große Rolle.

Doch auch vor der Reformation hat es Kirchenspaltungen gegeben. Daher stellen sich einige Fragen: Wie hat man gleichsam „am Vorabend der Reformation“ ökumenische Konzepte entwickelt und auf der Grundlage konkreter Unionsverhandlungen in die Praxis umzusetzen versucht? Welche Inhalte standen dabei im Vordergrund – mit Blick auf die Trennung der Kirche in Ost und West, aber auch zwischen kirchlichen Traditionen einerseits und humanistischen Innovationen andererseits? Wie gestaltete sich das Verhältnis von mittelalterlichen Kontinuitäten und antikenbegeisterten Aufbrüchen? Kurzum: Welche ökumenische Relevanz hatten Reunion und Renaissance am Vorabend der Reformation?

Privatdozent Dr. Dr. Jörg Bölling, zu dessen Forschungsschwerpunkte die Reformationszeit gehört, war etliche Jahre Wissenschaftlicher Assistent im Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen und ist jetzt Verwalter der Professur für Kirchengeschichte an der Universität Hildesheim.

Ort: Remter, Hückedahl 12, 31134 Hildesheim

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